MoVo-LISA +

Im Zuge der Digitalisierung eröffnen sich neue Wege zur Förderung von körperlicher Aktivität. So bieten insbesondere Smartphone-Apps Möglichkeit zur Verstetigung des neu erworbenen Verhaltens. Aktuelle Forschungsergebnisse bestätigen dabei die zukunftsweisende Rolle des Blended Care-Ansatzes, in dem face-to-face-Interventionen und digitale Interventionen miteinander verbunden werden („blended“ i.S.v. „gemischt“). Blended Care-Ansätze scheinen – im Gegensatz zu den jeweiligen Einzelkomponenten – ein größeres Potential zur nachhaltigen Förderung der körperlichen Aktivität zu besitzen (van der Weegen et al., 2015; Mouton et al., 2015; Kloek et al., 2017).

Vor diesem Hintergrund wird gegenwärtig in der Freiburger MoVo-Forschungsgruppe, einem interdisziplinären Team aus Psychologen, Sportwissenschaftlern und Informatikern, an einem Blended Care-Konzept zur Aneignung und nachhaltigen Aufrechterhaltung von körperlicher Aktivität gearbeitet. Dabei wird das face-to-face Programm MoVo-LISA mit einer auf dieses Programm abgestimmten Smartphone-App (MoVo-App) kombiniert. Das neue Programm unter der Bezeichnung „MoVo-LISA+“ (MoVo-LISA + MoVo-App) zielt darauf ab, die mit MoVo-LISA erreichbaren kurz- und mittelfristigen Änderungserfolge durch den Einsatz digitaler Techniken nachhaltig zu verstetigen. In der Abbildung (siehe nebenan) wird dieser Sachverhalt graphisch veranschaulicht. Es handelt sich bei der roten Linie zunächst nur um ein erwartetes Ergebnis i.S. einer Hypothese. Ob mit MoVo-LISA+ tatsächlich eine solche andauernde Veränderung der Sport- und Bewegungsaktivität erzielt werden kann, muss sich erst noch im Rahmen einer randomisiert kontrollierten Studie (RCT) erweisen. Eine solche Studie wird von uns gerade vorbereitet. Die ersten Ergebnisse einer Vorstudie sind vielversprechend.